Aufgeregt ruhige Träume

Rezension zu Sunquest Teil 9 „Traumata“ von Volker Ferkau

Inhalt

Darren und Seiya erwachen in einer lebensfeindlichen Wüste. Immer wenn sie einschlafen, sterben sie im Traum. In dieser Wüste treffen sie auch auf die Kleinwüchsige B-ama. Von ihr erfahren die beiden Gefährten, dass B-ama und ihr Volk von einem Wesen namens Groom terrorisiert werden. Solange sie den Wardonks - Flugdrachen, die sie züchten – die Flugsehnen durchschneiden und Groom besonders wertvolles Holz zu Pollux schickt, für sein Luftschiff, passiert ihnen nichts. Sobald sie sich jedoch weigern, werden sie bestraft.

Es dauert nicht lange bis Groom wieder auftaucht. In den Wirren die sein Erscheinen auslöst, finden sich Seiya und Darren auf der Pollux wieder. Yimak Groom quält die beiden mit Alpträumen, die auf irgendeine Art und Weise real zu sein scheinen. Während dieser Qualen erkennt Darren, dass sich hinter Yimak Groom sein Jugendfreund Kayim verbirgt, der sich mittlerweile in einen lebensverachtenden Cyborg verwandelt hat. Darren konnte Yimak/Kayim bei einem Überfall nicht beistehen, was dieser als Verrat deutete, für den er sich nun rächen will.

Darrens und Seiyas Tod wird nur durch B-ama verhindert, die mit dem letzten noch flugfähigen Wardonk zur Hilfe eilt. Groom stirbt, Seiya und Darren überleben. Trophel, ein Wegbegleiter des von Groom verehrten Dichters und Wahrsagers Asogal, überreicht ihnen einen Zettel: „As’mala ist in Choc“.

Rezension

Die Handlung ließe sich noch kürzer zusammenfassen: Darren und Seiya besiegen den Bösewicht der Woche und finden eine Spur zu As’mala. Was ansonsten in dem Roman steht, ist eine epische Auswälzung der Grauensphantasien und Erlebnisse Darrens und Seiyas. Dazu kommt ein Dichter Asogal, der nur schnell den Zettel mit den, für den weiteren Verlauf des Zyklus, wichtigen Information kritzeln darf bevor er stirbt und Trophel, eine Figur deren Sinn sich mir nicht wirklich erschließt. Selbst Volker Ferkau scheint sich nicht ganz darüber im Klaren zu sein, wie real dieser ist. Einmal redet Yimak mit Trophel ohne das Seiya jemanden sieht, ein anderes Mal überreicht er Darren und Seiya den Zettel.

Leider hat mich auch der Schreibstil nicht vom Hocker gerissen. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, Volker Ferkau würde um des Schreibens willen schreiben und nicht weil er was zu erzählen hat. Die Charakterisierungen sind leider in meinen Augen viel zu flach: B-ama, die großherzige Mutter in Sorge um ihren Sohn; Yimak/Kayim, der durch eine schlimme Vergangenheit zum Bösewicht wurde und Trophel, „der Gehörnte“, „der immer verneint“.

Insgesamt musste ich mich leider über weite Strecken durch den Roman hindurch quälen.

Fazit

Ein Roman den man getrost auslassen kann. Mies (5,0).

Bibliographische Daten

Volker Ferkau: Traumata.
In: Volker Ferkau / Michael Marcus Thurner: Sunquest Band 5: Am Rande der Hoffnung.
Fabylon, 2008, 240 Seiten, Taschenbuch.
ISBN: 978-3927071216.

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